Beiträge für   Mai 2003

18. Mai 2003 Intern

Geschichte von Linz

Frühgeschichte

Um 25000 v. Chr. war der „homo sapiens“ im Linzer Raum bereits ansässig, wie menschliche Knochenfunde in der Niederterrasse von Pichling bei Linz belegen.

 
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Um 12000 v. Chr. wurde von ‚Steinzeitmenschen‘ auf der Berglitzl (nahe St.Georgen an der Gusen) eine Granitsteinplasterung angelegt. In den folgenden Jahrtausenden entstand hier eine bedeutende Kult- und Opferstätte (ca. 5000 v. Chr.).

 
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Um 3000 v. Chr. existierte im Bereich des Freinbergs bereits eine Höhensiedlung, bestätigt durch Funde nahe der Franz-Josef-Warte.

 
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Ab 800 v. Chr. wurden die Illyrer in Linz seßhaft. Laut Funden gab es um diese Zeit eine Siedlung auf dem heutigen Gebiet der VÖEST und eine weitere in Leonding.

Ab 400 v. Chr. begannen die Kelten einzuwandern und gründeten um 200 v. Chr. ein eigenes Staatswesen – das Königreich Noricum. Auf dem Kürenberg errichteten die Kelten eine gewaltige Burganlage, die gesamte Befestigung hatte eine Länge von sieben Kilometern. Der Name Linz kommt wahrscheinlich vom keltischen Wort ‚lentos‘, übersetzt gekrümmt. Die Kelten vergaben ihre Ortsnamen gerne nach den Formen der Landschaft und die Donau ‚krümmt‘ sich bekanntlich um Linz.
Auch auf dem Gründberg in Urfahr existierte zu dieser Zeit ein 500 Meter langer keltischer Befestigungswall.

 
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Antike

Um 15 v. Chr. eroberten die Römer das Königreich Noricum und bauten 50 Jahre später das ‚Castrum Lentia‘, einen gewaltigen Militärstützpunkt, um die Angriffe der Markomanen und Quaden, welche nördlich der Donau herrschten, abzuwehren. Dennoch wurde Linz um 270 n. Chr. fast vollständig zerstört, später aber wieder aufgebaut. Das Kastell ‚Lentia‘ wurde 410 im römischen Staatshandbuch erwähnt und befand sich im Bereich des heutigen Landestheaters.

 
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Ab 488 zogen sich die Römer von ihrem ‚Castrum Lentia‘ zurück, nachdem Völker aus dem Norden und dem Osten immer stärker in den Linzer Raum drängten.

Mittelalter

Um 511 eroberten die Langobarden den Donauraum, es folgten die Awaren und später die Slawen. Schließlich drängten auch noch die Bajuwaren in das Land.

Um 791 zog Karl der Große mit seinem Herr beim Feldzug gegen die Awaren durch Linz. In dieser Zeit tobten erbitterte Grenzkriege zwischen Awaren und Bajuwaren.

Im Jahr 799 wurde durch Karl dem Großen die Martinskirche samt dem dazugehörigen ‚castrum‘ urkundlich seinem Schwager Kerold verliehen, damit wurde Linz zum ersten Mal in einem Schriftstück erwähnt.
Die Textstelle lautete im Original: „… hoc est in pago Trungouue in loco, cui vocabulum est Linze, super magnum flumen Danubium id est ecclesia, que in honore sancti ac beatissimi Martini episcopi …“ .
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Im Jahr 821 wurde Linz in einer Urkunde als „bedeutender Ort“ erwähnt, ein Schriftstück aus dem Jahr 903 ließ darauf schließen, daß Linz unter Königsrecht stand. In der Zollordnung von Raffelstetten wurde Linz als Zollstätte bezeugt.

Um 976 wurde die Ostmark den Babenbergern übertragen.

Im Jahr 1156 wurde Österreich zum Herzogtum erhoben, dessen erster Herzog Heinrich II. musste aber neben anderen Landesteilen auch Linz an die Bayern abgeben.

Im Jahr 1210 wurde Linz durch den Herzog Leopold VI. von den bayrischen Haunspergern abgekauft. Linz war nun eine landesfürstliche Stadt und unterstand nur dem Landesherrscher.

Im Jahr 1228 wurden die Linzer Bürger den Einwohnern der Stadt Enns rechtlich gleichgestellt.

Im Jahr 1236 wurde Linz in einem Schriftstück erstmals als Stadt bezeichnet. Eine offizielle Erhebung zur Stadt gab es wahrscheinlich nicht.

Am 26. 2. 1276 erfolgte die erste Erwähnung eines Stadtgerichtes in Linz.

Am 2. 2. 1286 wurde die Linzer Stadtpfarrkirche erstmals urkundlich erwähnt.

 
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Am 28. 1. 1288 wurde erstmals in Linz ein Stadtrat beurkundet.

Am 29. 1. 1288 wurde Eberhard von Wallsee Landrichter ob der Enns und residierte ab diesem Zeitpunkt im Linzer Schloss.

 
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Am 10. 3. 1490 wurde Linz zur Landeshauptstadt erklärt.
3. März 1497

Am 3. 3. 1497 gestattete Maximilian I. den Linzer Bürgern den Bau einer Brücke über die Donau.

 
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Am 1. 3. 1501 fand im Schloß die erste Theateraufführung in Linz statt.

Am 16. 8. 1501 erreichte die Donau bei Linz den höchsten historisch belegten Hochwasserstand von beinahe 11 Meter.

Am 1. 4. 1509 tobte ein verheerender Stadtbrand in Linz.

Am 15. 3. 1600 ordnete Kaiser Rudolf II. die Abschaffung der protestantischen Religionsausübung in Linz an.

Am 11. 2. 1601 fand in Linz nach der Vertreibung der protestantischen Prediger erstmals wieder ein evangelischer Gottesdienst statt.

Am 1. 1. 1742 wurde Linz im Zuge des österreichischen Erbfolgekrieges von den Bayern eingeschlossen und drei Wochen lang belagert.

Am 9. 12. 1748 wurde die Pöstlingberg Kirche nach sechs Jahren Bauzeit fertiggestellt und eingeweiht. Sie ist das bekannteste Wahrzeichen von Linz.

 
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Am 16. 3. 1783 wurde die Diözese Linz durch Kaiser Joseph II. errichtet.

Am 28. 1. 1787 wurde das Gebäude des säkularisierten Klosters der Karmelitinnen als Spital für die Barmherzigen Brüder bestimmt.

Am 7. 1. 1791 wurde dem Orden der Barmherzigen Brüder das Recht zur Führung einer Apotheke in Linz erteilt.

Am 23. 1. 1811 wurde die ‚Oberösterreichische Landesbrandschaden-Versicherungsanstalt‘ gegründet.

Am 1. 3. 1855 wurde der Dampfbetrieb auf der Bahnstrecke Linz-Lambach aufgenommen.

Am 13. 1. 1868 fand die Gründungsversammlung des Kaufmännischen Vereins in Linz statt.

Am 2. 1. 1869 wurde das „Linzer Volksblatt“ gegründet.

Am 23. 2. 1869 wurde die „Arbeiter- Kranken- und Invalidenkasse“ in Linz gegründet.

Am 4. 2. 1872 wurde in Oberösterreich ein Nordlicht beobachtet.

Am 30. 3. 1874 fand die Gründungsversammlung der Linzer Sektion des Österreichischen Alpenvereins statt.

Am 1. 2. 1891 nahm die „Oberösterreichische Landes-Hypothekenanstalt“ ihren Betrieb auf.

Am 12. 2. 1891 erglühte am Linzer Bahnhof die erste elektrische Beleuchtung der Stadt.

Am 13. 2. 1895 wurde in Linz im Hotel Schiff erstmals ein Grammophon vorgestellt.

Am 17. 3. 1897 fand im Hotel Schiff die erste Kinoaufführung in Linz statt.

Am 13. 2. 1909 wurde das „Lifka Kino“ als erstes ständiges Kino in Linz eröffnet.

Am 12. 1. 1911 wurde mit einer Urkunde der Lokalbahn von Linz über Eferding nach Waizenkirchen die Eisenbahnkonzession für die Dauer von 90 Jahren erteilt. Seit dieser Zeit fähr die LILO, wie sie im Volksmund liebevoll genannt wird, mit elektrischem Antrieb.

Am 21. 3. 1911 wurde die Lokalbahn Linz-Eferding eröffnet.
2. Jän. 1915

Am 2. 1. 1915 wurde der Ort St. Peter eingemeindet.
27. März 1919

Am 27. 3. 1919 kam die Gemeinde Pöstlingberg zu Linz.

Am 17. 5. 1919 brannte es in der Pöstlingberg Kirche, ausgelöst durch einen Blitzschlag. Der gesamte Dachstuhl wurde ein Raub der Flammen, das Innere der Kirche blieb erhalten.

 
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Am 14. 1. 1924 verließ die erste elektrische Lokomotive die Linzer Lokomotivfabrik Krauß.

Am 21. 2. 1924 wurde in Linz der erste Radioapparat vorgestellt.

Am 11. 1. 1927 wurde die neue eiserne Traunbrücke bei Ebelsberg eröffnet.

Am 15. 2. 1929 wurden in Linz minus 32 Grad gemessen.

Am 23. 1. 1930 wurde in Linz der erste Tonfilm aufgeführt.

Am 8. 4. 1930 wurde das neu errichtete Parkbad an der rechten Donaulände eröffnet.

Am 12. 2. 1934 begannen in Linz die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Republikanischen Schutzbundes und Einheiten aus Sicherheitswache, Bundesheer und Schutzkorps.

Am 26. 1. 1936 nahm der Großsender auf dem Linzer Freinberg seinen Betrieb auf.

Am 25. 1. 1938 führte ein gut sichtbares Nordlicht zu Fehlalarmen der Feuerwehr und wurde als Vorbote einer Katastrophe gedeutet.

Am 16. 8. 1946 wurde die VÖEST durch den amerikanischen Hochkommissar, General Mark Clark, an die Republik Österreich, vertreten durch Bundeskanzler Leopold Figl, offiziell übergeben.

Am 26. 8. 1946 wurde die VÖEST als Bestandteil der österreichischen Grundindustrie verstaatlicht, nachdem sie 10 Tage vorher von der amerikanischen Besatzung an Österreich offiziell übergeben wurde.

Am 15. 1. 1950 wurde in Linz das neue Rundfunkstudio des Senders Rot-Weiß-Rot seiner Bestimmung übergeben. Das ausgestrahlte Radioprogramm stand unter Kontrolle der amerikanischen Besatzungsmacht.

Am 27. 5. 1950 eröffnete in Linz Österreichs erstes Geschäft mit Selbstbedienung. Es war eine Filiale des „Konsums“ an der Wiener Straße 2a.

Am 2. 2. 1961 landete das erste Flugzeug der „Deutschen Lufthansa“ auf dem Flughafen Linz-Hörsching.

Am 31. 5. 1963 brannte es in der Pöstlingberg Kiche zum zweiten Mal (nach 1919). Ausgelöst durch eine Lötlampe bei Renovierungsarbeiten wurden das Dach und beide Türme zerstört.

 
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Am 1. 4. 1964 wurde der Flughafen Linz Hörsching in das Liniennetz der AUA aufgenommen.
www.linz-airport.at

Am 15. 8. 1964 wurde die Pöstlingberg Kirche zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

 
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Am 9. 3. 1968 wurde die Straßenbahnlinie „M“ (Mozartstraße) auf Autobusverkehr umgestellt.

Am 1. 1. 1969 sendete der Fernsehsender Lichtenberg erstmals versuchsweise in Farbe.

Am 19. 3. 1969 wurden die Katastralgemeinden Pöstlingberg, Auberg, Bachl, Gründberg, Hagen, Harbach, Heilham, Pflaster, Unterfelbern und Urfahrwänd der Stadt Linz eingemeindet.

Am 7. 3. 1970 wurde die Linzer Straßenbahn auf moderne sechs- und achtachsige Großraumwagen umgestellt.

Am 19. 3. 1971 fand der „Erste Linzer Autofrühling“ in der ESG-Autobushalle auf Betreiben der OÖN statt. 30.000 Besucher bestaunten um die 100 ausgestellte Fahrzeuge.

Am 18. 1. 1974 wurden im Allgemeinen Krankenhaus Linz erstmals zwei Nieren transplantiert.

Am 23. 3. 1974 wurde das Brucknerhaus in Linz feierlich eröffnet.

Am 26. 11. 1977 wurde die verkehrsberuhigten Zone (damals „FUZO“ – Abkürzung für Fußgängerzone) an der Landstraße eröffnet.

Am 18. 9. 1979 fand die Aufführung der ersten „Klangwolke“ auf der Donaulände vor dem Brucknerhaus statt.

Am 12. 3. 1982 wurde das Linzer Spielcasino eröffnet.
linz.casinos.at

 
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Am 18. 5. 2003 wurde das Kunstmuseum „Lentos“ auf der Linzer Donaulände feierlich eröffnet.
www.lentos.at